PORTRAIT. Zollinger Halle.

Die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Werkshalle der Firma Ziemann ist ein Kulturdenkmal von Landesbedeutung. Mit Außenmaßen von 130m Länge und 25m Breite ist sie die größte alte Industriehalle im Areal Werkzentrum Weststadt.

 

Für die Herstellung von Sudkesseln wurde die Halle von 1925-1928 erbaut. Das Hallendach besteht aus einer Zollinger – Holzkonstruktion und erstreckt sich über die gesamte Länge der Halle. Diese, in der Not der damaligen Zeit geborene Dachkonstruktion, gefertigt aus einzelnen Holzbrettern, erzeugt ein nahezu sakral wirkendes filigranes, flaches Gewölbe, welches dem Innenraum über seine gesamte Länge eine extreme Eleganz verleiht.

Der Erhalt der Grundstruktur und die Wahrung der innenräumlichen Großzügigkeit waren Prämissen beim Umbau der Halle. Eingebettet in ein großzügiges Freilandflächenkonzept stellt die Zollinger Halle mit ihrem ziegelroten Anstrich einen weiteren revitalisierten Baustein im Werkzentrum Weststadt dar. Silberfarbene Seecontainer penetrieren die Hallenwände und markieren die Zugänge zu den einzelnen neuen Nutzungen. Eine eingezogene Stahlgalerie im Innenraum erzeugt zusätzliche Nutzfläche und weist verschiedene Arbeitsbereiche aus. Zurückhaltende und konsequente Innenraumgestaltung prägen die neue moderne Arbeitswelt der 3 unterschiedlichen Nutzergruppen in der Atmosphäre einer vergangenen Industriekultur.