Event Christian Lindner: Denken wir Neu

„Wow.“ – das waren die ersten Worte von Christian Lindner, als er um 16:08 Uhr durch den Eingang aus Richtung der Grönerstraße den urbanharbor betrat und in die Gesichter der vielen gespannten Menschen in diesem eindrucksvollen Ambiente blickte. Die perfekte Gegebenheit für Lindner, eines seiner berüchtigten Selfies zu schießen, um es später auf Instagram hochzuladen. Der urbanharbor war in der Tat sehr gut besucht, 600 Menschen hatten sich an diesem Nachmittag auf dem Weg gemacht, um dem hochgelobten Spitzenkandidaten der FDP zuzuhören. „So voll war es hier im urbanharbor noch nie“, bemerkt Andreas Naumann, Property Manager des Areal Werkzentrum Weststadt.

Am 22. August 2017 war Christian Lindner zu Gast im urbanharbor und sprach vor 600 begeisterten Anhängern über zukunftsweisende Themen.

In seiner Rede ging Christian Lindner auf Themen ein, die die Bürgerinnen und Bürger aktuell besonders bewegen, wie die innere Sicherheit, Bildung oder der Diesel-Skandal. Besonders interessant, gerade im Umfeld des urbanharbors, waren seine Gedanken zur Digitalisierung und den daraus entstehenden Chancen und Risiken für die Arbeitswelt:

Viele haben Angst vor der Digitalisierung. Ich muss ganz ehrlich sagen, meine Angst ist, dass die Digitalisierung woanders und schneller stattfindet und nicht bei uns – das ist meine Hauptfurcht, weil ich darin wirklich große Chancen sehe. Aber es wird sich viel verändern. Viele Branchen und viele Berufe werden einer fundamentalen Veränderung unterworfen werden. Es werden Millionen Jobs entfallen. Aber es werden auch Millionen neue Jobs woanders entstehen. Nicht wegfallen wird der Job des Altenpflegers, der ist sicher, der wird sogar noch aufgewertet, weil dann gibt es irgendwann in 20 Jahren den Pflegeroboter, der schwere körperliche Arbeit abnimmt. Die Fachkräfte können sich dann mit einer akademischen Ausbildung viel mehr auf die intellektuelle Zuwendung konzentrieren, um zum Beispiel demenzielle Erkrankungen vorzubeugen. Der Job des Stuckateur-Meisters wird nicht wegfallen, der wird viel Geld verdienen, um das Zuhause der IT-Ingenieure schön zu machen. Diese Jobs sind sicher. Ein Problem ist der mittelmäßige Jurist, der in einer Versicherung Schadensfälle bearbeitet – der Job ist weg, weil die Inselbegabung einer künstlichen Intelligenz das schneller und günstiger erledigen wird. Dieser Mann oder diese Frau kann doch aber was, nur das ist jetzt eben die bildungspolitische Aufgabe, die wir haben. Wenn Millionen Jobs verschwinden, wir nicht wissen welche, wo und wann, und woanders Millionen Jobs entstehen, ist die politische Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Menschen von dem einen in den anderen Bereich wechseln können.

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Instagram-Post von Christian Lindner im urbanharbor

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